Transformationen
Von der Vision bis zur Realisation
Zwischennutzung am Beispiel Dunant Plaza
Die befristete Nutzung von leerstehenden Räumen oder Brachen kann eine wichtige Phase einer Transformation sein. Die temporäre Bespielung des ehemaligen Hotel Krone in Heiden (2020–22) lieferte uns unter dem Label «Dunant Plaza» wichtige Erkenntnisse für die Neuausrichtung des Museum Henry Dunant.
Komplette Neuausrichtung Museum Henry Dunant
In einem strategischen, dreiphasigen Prozess hat Imachine das Museum Henry Dunant grundlegend neupositioniert und zukunftsfähig aufgestellt.
Auf Basis profunder Analysen und zielgerichteter Mission-Workshops mit dem Vorstand und dem Team wurde zunächst das zukünftige Profil geschärft und der operative Betrieb professionalisiert. Eine umfassende bauliche Transformation legte anschliessend das Fundament für eine offene, zeitgemässe Museumswelt. Die neue Kernausstellung folgt modernsten kuratorischen und szenografischen Ansätzen. Als lebendiger Ort des Dialogs (Musée vivant) mit einem klaren Bezug zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen konzipiert, wird ein breites, diverses Publikum angesprochen. Die erfolgreiche Wiedereröffnung im Herbst 2024 entfaltete sofortige Wirkung: Bereits im ersten Betriebsjahr verdoppelte sich die Zahl der regionalen und internationalen Besucher:innen.
Vom «Schlössli» zum Stadtmuseum Aarau
Unter der Gesamtleitung von Kaba Rössler wurde das einst marginale Ortsmuseum Aarau grundlegend erneuert und mit einem Neubau von Diener & Diener Architekten erweitert. Aus einem statischen Heimatmuseum entstand ein lebendiges Stadtmuseum, das Gegenwart und Stadtgesellschaft aktiv in seine Erzählung einbezieht und sich zugleich global vernetzt. Der Erfolg zeigt sich nicht zuletzt in den Besucherzahlen: Aus jährlich rund 2‘000 wurden 20'000 Besucher:innen.
Mock-up Park, Switzerland
Imachine entwickelte für die Industriebrache «Legler-Areal» in Glarus Süd ein Konzept für den weltweit ersten Mock-up Park. Ziel war, eine ganzjährige, dauerhafte Plattform für eine sinnliche Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Architektur zu schaffen. Der Park sollte regional Impusle setzen und darüber hinaus ein internationales Publikum mit Interesse für Architektur, Städtebau und Gesellschaftsfragen ansprechen.
Mock-ups (1:1 Modelle, Prototypen) werden für grosse und bedeutende Gebäude jeweils direkt auf dem Baufeld erstellt. Sie stellen einen wichtigen Moment der Prüfung von Proportionen, Materialien, Technik, Funktion und der visuellen Erscheinung im Bauprozess dar. Trotz hoher Kosten werden sie wieder rückgebaut. Hier setzt das Projekt Mock-up-Park ein. Die Kleinbauten und begehbare «Skulpturen» erhalten ein zweites Leben: Besucher:innen erkunden verschiedene 1:1-Modelle Bauten renommierter Architekturbüros. Die Mock-ups bieten sich als lehrreiche Studienobjekte an und zeigen exemplarisch die verschiedenen Fragestellungen und Herausforderungen zeitgenössischer Architektur. Gleichzeitig setzt der Mock-up-Park neue Impulse für die Regionalentwicklung.
Das Konzept wurde ideel unterstützt: Pia Schneider, Architektin, Thomas Leslie, Professor, Architekt Foster & Partner, Gundula Zach, Architektin Zürich, John Ochsendorf, Ingenieur & Professor MIT Cambridge, Christ & Gantenbein Architekten Basel, Angela Deuber, Architektin Chur, Rita Illien, Landschaftsarchitektin Zürich, Patrick Gartenmann, Ingenieurbüro Chur, Philippe Block, Ingenieur & Professor ETH Digital Lab, Irene Giubbini, Esther Zumsteg, Architektinnen Herzog & de Meuron Basel, Jose Maria Sanchez Garcia, Architekt, Professor Akademie Mendrisio