Ausstellungen und Konzepte

Jedes Thema ist einzigartig, jeder Ausstellungsraum einmalig.

Imachine konzipiert und kuratiert für Sie unikale Wechsel- oder Dauerausstellungen – pointiert und gegenwartsnah, anregend und publikumswirksam, im Klein- oder Grossformat.

Ausstellungsansicht Museum Henry Dunant
Foto: Andreas Butz, 2024

Ausstellungsansicht Museum Henry Dunant, Heiden
Foto: Atelier Andrea Gassner, 2025

Ausstellungsansicht Museum Henry Dunant
Foto: Peter Koehl, 2024

Ausstellungsansicht Museum Henry Dunant
Foto: Peter Koehl, 2024

Ausschnitt aus einer Videoproduktion aus der Serie «Zeitzeuginnen erzählen», Mirjam Japp in der Rolle von Berta von Suttner, Friedensaktivistin, Autorin und Nobelpreisträgerin.
Kamera, Schnitt: Flimmern

Museum Henry Dunant
Neue Dauerausstellung 2024

Henry is back! Nach dem umfassenden Umbau des Museum Henry Dunant in Heiden ist die zeitgemässe Ausstellung unter der Gesamtleitung von Kaba Rössler und Nadine Schneider im August 2024 erfolgreich eröffnet worden. Die neue «Kernausstellung» zum Initiator des Internationalen Roten Kreuzes begleitet diesen entlang von vier thematischen Räumen durch seine wechselhafte Vita. Dabei schlägt sie auch problematische Lebenskapitel auf und baut Brücken ins Hier und Jetzt.
Das neu ausgerichtete Ausstellungshaus schafft, auch unter Einbezug zeitgenössischer Kunst und filmischer Eigenproduktionen, einen starken Gegenwartsbezug – und hat im Schatten der aktuellen Weltlage zusätzlich an Bedeutung gewonnen. 

Das von imachine à fond neu konzipierte, und in Zusammenarbeit mit dem Atelier Andrea Gassner gestaltete Museum, präsentiert eine moderne, multimediale und erweiterbare Ausstellungswelt mit Tiefgang. Es orientiert sich an verschiedenen Publikumsinteressen und informiert in deutsch, englisch und französisch. Ein taktiles Leitsystem, szenografische Anpassungen und Audiostationen motivieren auch Menschen mit Geh- und Sehbeeinträchtigungen zu eigenständigen kurzweiligen Erkundungen.

Unternehmen Algerien

Henry Dunant und seine koloniale Karriere

Wir kennen Henry Dunant (1828–1910) als Initiator des weltweit grössten humanitären Hilfswerks, dem IKRK. Weniger bekannt ist, dass Dunant als 25-Jähriger im Auftrag der «Genfer Handelsgesellschaft der Schweizer Kolonien von Sétif» nach Nordafrika reist. Es ist der Beginn seiner Tätigkeit als kolonialer Verwalter und Geschäftsmann, die ihn prägen und sein Leben belasten wird.

Mit der Ausstellung im Dunant Plaza Heiden haben Kaba Rössler und Nadine Schneider zusammen mit der Kulturwissenschaftlerin Ina Boesch den Fokus auf diese wenig diskutierte Lebensphase Dunants gerichtet. Wie lässt sich das koloniale Wirken Henry Dunants mit seinem philanthropischen Weltbild vereinbaren?

Dunant Plaza, Heiden 2021/22

«Algerie pittoresque», um 1870; Albuminabzug, Adolphe Clavier, Sétif; Sammlung MHD

Einblick in die Ausstellung
Foto: Jürg Zürcher, 2022

Belarusian Sundays in Red and White

Die umstrittene Wahl in Belarus im Jahr 2020 war der Auftakt zu landesweiten sonntäglichen Protesten. Die friedliche Bewegung gegen Wahlbetrug, Gewalt und für Demokratie wurde von einer breiten Basis getragen. Eine wichtige Rolle nahmen dabei die Frauen ein; unter ihnen viele Fotografinnen, die trotz immer brutalerem Vorgehen des autokratischen Machthabers Lukaschenko mit enormer Courage Wochenende für Wochenende auf die Strasse gingen, um die Geschehnisse aus ihrer Perspektive zu dokumentieren. Nadine Schneider und Kaba Rössler sind kurzfristig eine Kooperation mit dem Festival «The Month of Photography in Minsk» eingegangen. In einer Installation zeigte das «Dunant Plaza» Arbeiten von elf Fotografinnen, welche eindrückliche Einblicke zur aktuellen Lage in Belarus ermöglichten.

Dunant Plaza, Heiden 2020

Ausstellungsplakat

Foto: Kseniya Halubovich, 2020 

Ausstellungsansicht «Belarusian Sundays in Red and White»

Foto: Jeremy Ayer, 2020

Im Visier. Die Schusswaffe in Kunst und Design

Kaum ein anderes Objekt vermag derart zu polarisieren wie die Schusswaffe. Sie ist Kriegsinstrument und Sportgerät, steht als Symbol für Freiheit, für Macht und für Vernichtung. Im Welthandel und auf dem Schwarzmarkt nimmt sie eine substanzielle Rolle ein. Nicht zuletzt die Verbindung von Ästhetik und Gewalt macht den Revolver, die Pistole, das Gewehr zum gesellschaftlich «heissen Eisen». Die Ausstellung reflektierte mit zahlreichen internationalen Positionen aus Kunst und Design zielgerichtet unsere paradoxe Beziehung zu diesem mehrdeutigen Objekt. 

«Im Visier» basierte auf der Ausstellung «Ligne de mire», mudac Lausanne, adaptiert, ergänzt und neu kuratiert von Nadine Schneider

Ausstellungsansicht «Im Visier»

A City Without Guns, Jennifer Meridian 2018 (1/5)

Diverse Äste; Foto: Peter Koehl

Ausstellungsplakat

Sujet: Robert Longo, Untitled, 1993

Kohle und Graphit auf Papier

Jeans made in Diesbach

Jeans eroberten in den 1970er-Jahren den Weltmarkt und zählen heute zu den beliebtesten Kleidungsstücken. Denim, wie der Jeansstoff auch genannt wird, ist Teil eines globalen Wirtschaftssystems. Ursprünglich wurde der strapazierfähige Stoff aus Nîmes in Frankreich oder Genua, Italien, nach Amerika exportiert und zu Arbeitshosen für die Goldsucher im Westen weiterverarbeitet. 

Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden Hosen aus Beständen der US-Armee in Europa jugendliche Abnehmer. In breiten Kreisen der Gesellschaft galt die neue Mode hingegen als Kulturverlust und Sittenzerfall. Bis in die 1970er-Jahre gab es kein Unternehmen in Europa, das Denim produzierte.

Der aus Diesbach GL stammende Unternehmer und Firmenmitbesitzer Fredy A. Legler erkannten die Marktlücke und stellte als erste Firma in Europa die Produktionen auf Denimstoffe um. 2001 einem sagte er in einem Interview:
«Wir haben für alle produziert, für Levi’s und für Wrangler, einfach für alle. Jeder vierte oder fünfte Europäer trug einen Denimstoff von uns am Hintern.»

Idee, Projektleitung, Kuration: Kaba Rössler
Fabrikareal Legler, Glarus Süd 2017 und Museum Neuthal 2019

Ausstellungsansicht, Museum Neuthal

Ausstellungsansicht, ehem. Fabrikareal Legler AG, Diesbach, Foto: Annemarie Leiser, 2017

Demokratie! Von der Guillotine zum Like-Button

Die Eröffnungsausstellung im neuen Stadtmuseum Aarau widmete sich der direkten Demokratie und dem Engagement in der Gesellschaft. Überraschende Objekte aus der eigenen Sammlung und hervorragende Leihgaben nationaler und internationaler Museen zeigen, dass Demokratie kein Zustand, sondern ein lebendiger Prozess, ein ständiges Verhandeln ist. Und welche Herausforderungen stehen uns noch bevor? 

Stadtmuseum Aarau 2015

Ausstellungsansicht «Demokratie!»

Paper Cuts, interaktive Papierskulptur, Mandy Smith, Hal Kirkland, 2015

Sitzstreik auf dem Bundesplatz am ersten nationalen Frauenstreiktag, Bern 14. Juni 1991
Foto: Siegfried Kuhn (RDB)